|
|||||
![]() Führung durch den Stadtteil mit dem Bezirkschornsteinfeger Michael Unglaub 17.Juli'09 Foto: Stefan Hippel |
|||||
|
|||||
| Weg entsteht im Gehen I Im September 2008 zeigte ich im Schaufenster von »Pferdesport Hoffmann « Texte und Fotografien. Die Fotografien sind während meiner Spaziergänge – quasi beiläufig entstanden. Sie sind nicht als eigenständige Arbeiten zu betrachten. Weg entsteht im Gehen II Es gibt viele St. Leonhards oder: »Jeder hat in seiner Stadt seine persönliche Stadt.« (Emine Sevgi Özdamar) Ein großer Teil des Stadtviertels besteht nicht nur aus dem meist thematisierten Altbaugebiet, der in der Presse gerne als Problemgebiet geschildert wird, sondern es gibt auch die großen Siedlungen der Wohnungsbaugesellschaften und auch überraschend große Reihenhaussiedlungen. So interessiert mich besonders, welche Orte im Alltagsleben der Bewohner für die Einzelnen wichtig sind. Vermutlich sind dies gerade nicht die geschichtlich oder kunsthistorisch bedeutendsten. Daher habe ich für das Projektwochenende im Juli 2009 Christine Gaberdan, die jahrzehntelang auf dem St. Leonharder Friedhof gearbeitet hat, und Bezirksschornsteinfegermeister Michael Unglaub, der schon von Beruf wegen einen anderen Blick hat, gebeten, ihre persönliche Sicht bei einem Spaziergang zu zeigen. An diesem Wochenende habe ich auch selbst einen Stadtteilspaziergang geführt. Und dabei bewusst keinen fertigen Vortrag ausgearbeitet, um möglichst spontan auf Beobachtungen, Geschehnisse, Einwürfe etc. reagieren zu können, denn: »Wanderer, deine Spuren sind der Weg, sonst nichts Wanderer es gibt keinen Weg Weg entsteht im Gehen« ( Antonio Machado ) (zitiert nach Jürg Stenzl, Luigi Nono, Reinbek bei Hamburg, 1988) Ausblick Letztlich geht es mir darum, die Fähigkeit zu entwickeln und zu vermitteln, die Shelley Sacks in einer kreativen Neuschöpfung des Begriffs »responsibility« (Verantwortung) als »response-ability« oder »ability to respond« bezeichnet hat. Also die Fähigkeit, auf etwas – eine Person, einen Ort, eine Situation – mit einer neuen Wahrnehmung zu reagieren, zu antworten (vgl. auch den deutschen Begriff »Ver-antwort-ung«). In nächster Zeit werde ich mich intensiv mit einer Straße in St. Leonhard – der Kreutzerstraße – beschäftigen. Dabei soll es räumlich immer kleiner werden: ein Haus, eine Wohnung, ein Mensch... |
|||||
|
|||||